Was macht ein Antivirenprogramm überhaupt?
Es durchsucht Dateien und Programme auf deinem Gerät nach bekannten Schadprogrammen (Viren, Trojanern, Spyware) und blockiert oder entfernt sie. Manche Programme warnen auch vor gefährlichen Websites oder Downloads.
Brauchst du eins?
- Windows: Der eingebaute „Microsoft Defender" bietet bereits einen soliden Basisschutz. Für die meisten reicht das.
- Smartphone (Android/iOS): Nur Apps aus dem offiziellen Store installieren ist oft wichtiger als eine zusätzliche Antivirus-App.
- Ein Antivirenprogramm ersetzt nicht dein eigenes Urteilsvermögen. Klick trotzdem nicht einfach auf alles.
Weiterführend: Antivirenprogramm (Wikipedia)
Was ein Antivirenprogramm leistet und was nicht
Antivirensoftware erkennt bekannte Schadsoftware anhand von Signaturen und zunehmend auch durch Verhaltensanalyse (unbekannte, aber verdächtig agierende Programme). Sie ist ein wichtiger Baustein, aber kein Ersatz für vorsichtiges Verhalten, aktuelle Updates und Backups.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
- Der in Windows und macOS eingebaute Basisschutz ist für die meisten privaten Nutzer:innen ausreichend, sofern Sie ihn aktiv lassen und aktuell halten.
- Zusatzprogramme können sinnvoll sein, wenn Sie zusätzliche Funktionen wünschen (z. B. Kindersicherung, VPN). Verlassen Sie sich dabei auf unabhängige Testberichte, Werbeversprechen sagen wenig über die tatsächliche Schutzwirkung aus.
- Seien Sie skeptisch bei aggressiv beworbener „kostenloser" Antivirus-Software. Manche sammeln selbst übermäßig Daten.
Weiterführend: Schutz vor Schadprogrammen (BSI)
Endpunktschutz als Basisbaustein
Für Unternehmen ist Antiviren-/Endpoint-Protection-Software auch heute noch ein sinnvoller Grundschutz. Sie ist allerdings nur ein Baustein neben Updates, Backups, MFA und Mitarbeitersensibilisierung, nicht deren Ersatz.
Unsere Handlungsempfehlungen
- Eine gemeinsam verwaltete Lösung einsetzen: Mit Business-Endpoint-Protection behalten Sie den Sicherheitsstatus aller Geräte an einer Stelle im Blick, Einzelplatzlösungen bieten diesen Überblick nicht.
- Verhaltensbasierte Erkennung bevorzugen: Moderne Lösungen (EDR, Endpoint Detection and Response) erkennen auch bislang unbekannte Schadsoftware anhand ihres Verhaltens.
- Regelmäßige Signatur- und Software-Updates sicherstellen. Veraltete Virendefinitionen bieten kaum noch Schutz.
- Kein blindes Vertrauen: Auch mit Endpoint-Protection bleiben Updates, Backups und Mitarbeitersensibilisierung unverzichtbar.
Weiterführend: Die 6 wichtigsten Basis-Schutzmaßnahmen