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Cyber-Versicherung: Worauf Sie achten sollten

Bundesverband digitale Sicherheit e.V. · Stand: August 2025

Versicherung gegen Hackerangriffe?

Ja, das gibt es – für Unternehmen. Eine Cyber-Versicherung übernimmt zum Beispiel Kosten, die entstehen, wenn ein Betrieb gehackt wird: IT-Experten, Anwälte, manchmal auch Lösegeldforderungen bei Ransomware.

Wichtig zu wissen: Eine Versicherung ersetzt keine Sicherheitsmaßnahmen – sie greift meist nur, wenn grundlegende Schutzmaßnahmen (z. B. Backups, Updates) bereits vorhanden waren.

Weiterführend: Cyberversicherung (Wikipedia)

Lohnt sich eine Cyber-Versicherung für Selbstständige?

Je nachdem, wie viele Kundendaten Sie verarbeiten und wie abhängig Ihr Geschäft von IT-Systemen ist, kann eine Cyber-Versicherung sinnvoll sein. Sie deckt typischerweise Kosten für IT-Forensik, Wiederherstellung, Rechtsberatung und manchmal Betriebsunterbrechung ab.

Worauf Sie vor Abschluss achten sollten

  • Welche Grundschutzmaßnahmen setzt die Versicherung als Voraussetzung voraus (oft: Backups, Updates, MFA)?
  • Sind Ransomware-Zahlungen überhaupt eingeschlossen – und was bedeutet das für Ihre Risikoabwägung?
  • Welche Ausschlüsse gibt es (z. B. bei grober Fahrlässigkeit oder fehlenden Basismaßnahmen)?

Weiterführend: Empfehlungen (BSI)

Cyber-Versicherung als Baustein, nicht als Ersatz

Eine Cyber-Versicherung ist ein finanzielles Sicherheitsnetz – kein Ersatz für technische und organisatorische Schutzmaßnahmen. Viele Versicherer prüfen im Schadensfall genau, ob zugesagte Grundschutzmaßnahmen tatsächlich umgesetzt waren.

Was eine gute Police typischerweise abdeckt

  • Kosten für IT-Forensik und Wiederherstellung nach einem Vorfall.
  • Rechtsberatung und Kosten im Zusammenhang mit Meldepflichten (DSGVO).
  • Betriebsunterbrechungsschäden durch einen Cyberangriff.
  • Haftpflichtansprüche Dritter, etwa bei einer Datenpanne mit Kundendaten.

Unsere Handlungsempfehlungen vor Abschluss

  • Grundschutz zuerst: Setzen Sie Basismaßnahmen (Backups, MFA, Updates) um – sie sind meist Voraussetzung für den Versicherungsschutz.
  • Bedingungen genau prüfen: Welche Vorfälle, Schäden und Kosten sind konkret eingeschlossen, welche ausgeschlossen?
  • Meldefristen kennen: Versicherungen verlangen oft eine sehr zeitnahe Meldung eines Vorfalls, sonst erlischt der Anspruch.
  • Nicht als alleinige Strategie verstehen: Kombinieren Sie die Versicherung immer mit einem funktionierenden Vorfallreaktionsplan.

Weiterführend: Vorfall-Leitfaden für die Geschäftsführung

Verwandte Artikel: Ransomware-resistente Backups · Vorfall-Leitfaden für die Geschäftsführung
Quelle: NCSC UK, „Cyber insurance guidance"
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