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Social Media sicher nutzen

Bundesverband digitale Sicherheit e.V. · Stand: Januar 2019 / aktualisiert 2026

Dein digitaler Fußabdruck

Alles, was du postest, teilst oder likest, hinterlässt Spuren, auch wenn du es später löschst. Screenshots, Caches und Archive vergessen selten etwas. Bevor du etwas postest, frag dich: Wäre es dir egal, wenn das in fünf Jahren noch jemand sieht?

Deine Checkliste

  • Profile auf „privat" stellen, wo es geht. Das gilt vor allem, wenn du deinen Standort oder Alltag zeigst.
  • Standortdaten in Fotos abschalten (Geotagging). Sonst wissen Fremde genau, wo du warst.
  • Freundschaftsanfragen von Unbekannten kritisch prüfen. Nicht jede Anfrage ist echt gemeint.
  • Überlege vor dem Posten: Adresse, Schule, Tagesablauf. Solche Details geben Fremden zu viel Einblick in dein Leben.

Weiterführend: Digitaler Fußabdruck (Wikipedia) · klicksafe.de

Warum Privatsphäre-Einstellungen mehr als eine Formalität sind

Standardmäßig sind viele Social-Media-Profile öffentlicher eingestellt, als den meisten Nutzer:innen bewusst ist. Kriminelle nutzen öffentlich sichtbare Informationen (Urlaubsfotos, Arbeitgeber, Familienstrukturen) gezielt für Social-Engineering-Angriffe oder sogar Einbruchsplanung.

Ihre Checkliste

  • Privatsphäre-Einstellungen aller genutzten Plattformen regelmäßig überprüfen. Sie ändern sich nach Updates öfter, als man denkt.
  • Urlaubsfotos erst nach der Rückkehr posten, nicht live. Sonst wissen Fremde, dass Ihr Zuhause leer steht.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Social-Media-Konten aktivieren.
  • Verknüpfte Drittanbieter-Apps regelmäßig überprüfen und nicht mehr genutzte entfernen.

Weiterführend: BSI für Bürger

Social Media als Unternehmensrisiko

Unternehmensprofile und die privaten Profile Ihrer Mitarbeitenden können ungewollt sensible Informationen preisgeben, von internen Abläufen bis zu Ansprechpartnern, die für gezielte Phishing-Angriffe (Spear-Phishing) genutzt werden.

Unsere Handlungsempfehlungen

  • Zugriffsrechte für Unternehmenskonten begrenzen: Nicht jede Person braucht Admin-Zugriff auf alle Kanäle.
  • Klare Social-Media-Richtlinie: Was dürfen Mitarbeitende über das Unternehmen öffentlich teilen, was nicht?
  • Mitarbeitende für Spear-Phishing sensibilisieren: Öffentlich sichtbare Informationen (LinkedIn, Firmenwebsite) werden von Angreifern gezielt für maßgeschneiderte Betrugsversuche genutzt.
  • Unternehmenskonten mit MFA und einzigartigen, starken Passwörtern schützen. Das private Passwort einer einzelnen Person reicht dafür nicht aus.

Weiterführend: Phishing erkennen und richtig melden

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Quelle: NCSC UK, „Social Media: how to use it safely"
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