Bundesverband digitale Sicherheit e.V. · Stand: Januar 2026
OT steht für „Operational Technology" – das sind Computer und Steuerungssysteme, die reale Dinge steuern: Ampeln, Wasserwerke, Fabriken, Stromnetze. Im Unterschied zu deinem Laptop steuert OT physische Prozesse.
Wenn Hacker in ein OT-System einbrechen, können sie nicht nur Daten stehlen – sie können Maschinen stoppen, Wasser verunreinigen oder Strom abschalten. Du merkst OT-Sicherheit erst, wenn sie fehlt: kein Wasser aus dem Hahn, kein Strom für dein Handy. Sie schützt die unsichtbare Infrastruktur deines Alltags.
Weiterführend: Operational Technology (Wikipedia) · Industrielle Steuerungssysteme (BSI)
Kritische Infrastruktur (Strom, Wasser, Verkehr) wird zunehmend digital gesteuert. Viele OT-Systeme wurden ursprünglich ohne Internetanbindung gebaut und erst nachträglich vernetzt – oft ohne ausreichende Sicherheitsmaßnahmen. Angriffe auf OT-Systeme können direkte physische Auswirkungen haben, anders als bei reinen Datenlecks.
Weiterführend: ICS-Empfehlungen (BSI) · Kritische Infrastruktur (Wikipedia)
Wenn Sie nicht wissen, wie Ihr OT-System vernetzt ist, können Sie es auch nicht schützen. Bevor Sie einzelne Maßnahmen umsetzen, brauchen Sie eine vollständige Übersicht über alle Verbindungen zu und innerhalb Ihrer Steuerungssysteme.
Diese Prinzipien harmonieren mit den BSI-Empfehlungen für industrielle Steuerungssysteme und den Anforderungen der NIS-2-Richtlinie. Prüfen Sie Ihre OT-Netzwerkarchitektur aktiv gegen diese fünf Punkte – nicht erst im Rahmen eines Audits.
Weiterführend: ICS-Security-Kompendium (BSI) · SCADA (Wikipedia)
Verwandte Artikel: Wenn Krisen im Netz ankommen · NIS-2 und Ihre Pflichten · Angreifer in die Falle locken
Quellen: NCSC UK, „Designing safer links for OT"
← Zurück zur Übersicht